Die Wintermonate kommen gewiss; egal ob streng oder mild. Besonders hier in den “Höhenlagen des Thüringer Waldes” wissen wir, Frost und Schnee gehören zum alljährlichen Winterbild dazu. Umso besser ist es, wenn das Haus, die Terrasse sowie der Außenbereich rechtzeitig vor dem Wintereinbruch vorbereitet sind.
Der Wintercheck am Eigenheim bedeutet mehr als nur Dach und Heizung zu kontrollieren. Auch Terrasse, Terrassendielen, Gartenmöbel, Pflanzen und der Eingangsbereich sollten rechtzeitig auf Frost, Feuchtigkeit und die dunkle Jahreszeit vorbereitet werden. Mit diesem kompakten Check gehen Sie Schritt für Schritt durch Haus und Terrasse.
Kleiner Schnellcheck:
- Haus kontrollieren
- Terrasse vorbereiten
- Holz und Parkett schützen
- Schnee und Eis einplanen
- kleine Schäden frühzeitig reparieren
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Winter kündigt sich an. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen gründlichen Wintercheck am Eigenheim. Wer Haus, Außenbereich und Terrasse rechtzeitig vorbereitet, kann unnötige Schäden vermeiden und entspannter in die kalte Jahreszeit starten.
7 goldene Regeln für den Wintercheck am Eigenheim
Winterreifen rechtzeitig prüfen
Die goldene Autoregel „von O bis O“ (Oktober-Ostern) erinnert daran, rechtzeitig von Sommerreifen auf Winterreifen zu wechseln, vereinbaren Sie vorab Online-Termine z.B. bei Reifen-Müller. Wer noch keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte die Räder in einer Werkstatt prüfen lassen. Dazu gehören unter anderem die erforderliche Profiltiefe mit vier Millimeter, der allgemeine Zustand und die Auswuchtung aller vier Räder.
Terrasse und Balkon auf den Winter vorbereiten
Pflanzen, die nicht hundertprozentig winterhart sind, sollten geschützt oder frostfrei untergebracht werden. Gefäße und Vasen können winterlich mit Reisig, Zweigen, Beeren und Kugeln hübsch dekoriert werden. Abgesicherte Outdoor taugliche Lichterketten und Laternen sorgen für eine tolle Atmosphäre.
Die Polster und Holzmöbel sollten jetzt trocken und geschützt verstaut innen werden. Außenliegende Wasserhähne abstellen; freiliegende Wasserleitungen können zusätzlich geschützt werden, damit sie bei Frost nicht auffrieren. Sonst ist der Schaden im Frühjahr wesentlich größer.
Vogelhäuser und Vogelfutter bereitstellen
Denken Sie im Winter auch an unsere kleine einheimische Vogelwelt. Vogelfutter und Vogelhäuschen können durch den regen Vogelflug uns begeisternd durch den Winter begleiten. Wer möchte, kann gemeinsam mit Kindern oder Enkelkindern eigenes Vogelfutter herstellen, hier ein Bastel-Tipp für Groß und Klein.
Dach und Fassade kontrollieren
Prüfen Sie Dach und Fassade vor den ersten größeren Schneefällen. Achten Sie auf lockere Teile, mögliche Schadstellen rund um den Schornstein sowie auf Dachrinnen und Abläufe. Laub kann die Abflüsse verstopfen; Dachrinnenraupen oder Laubnetze können hier unterstützen. Kontrollieren Sie außerdem die Fassade auf Risse, ebenso morsche Bretter oder andere Stellen im Außenbereich, die noch vor dem Winter repariert werden sollten.
Fenster und Türen auf Dichtheit prüfen
Erinnern Sie sich daran, wo es im vergangenen Winter gezogen hat? Prüfen Sie jetzt nochmal alle Fenster und Türen im Haus auf Dichtheit und erneuern Sie bei Bedarf die Dichtungen bzw. Türbänder aus. Auch bewegliche Teile und Türbeschläge können bei dieser Gelegenheit kontrolliert und gegebenenfalls leicht nachgeölt werden. So lässt sich einerseits unangenehme Zugluft reduzieren und gleichzeitig können Sie Heizkosten einsparen. Hierin liegen gleich zwei Vorteile auf einer Hand.
Heizung und Kamin vorbereiten
Wenn Ihre Heizung läuft prüfen Sie dabei auch, ob alle Heizkörper gleichmäßig warm werden. Einzelne Heizkörper können bei Bedarf am Ventil entlüftet werden; zum Schutz des Parketts sollte dabei ein Gefäß untergestellt werden. Kontrollieren Sie außerdem den Wasserstand der Heizungsanlage und achten Sie auf Knicke in den Rohrleitungen, Übergangsstücke und mögliche Nassstellen. Bei Auffälligkeiten sollte ein Heizungsfachmann hinzugezogen werden.
Für gemütliche Kaminabende lohnt sich zudem ein rechtzeitiger Blick auf Kaminholz, Anzünder, Feuerzeuge, ob die Ofentür korrekt schließt sowie alle vorhandenen Vorräte für die kommenden Wintermonate. Denn man weiß nie, ob der kommende Winter mild oder streng wird.
Holzboden und Parkett im Winter schützen
Im Winter gelangen Splitt, Streusalz, Steinchen und Feuchtigkeit über das Schuhwerk mit ins Haus.
Eine großzügige Sauberlaufzone und eine Schuhschale am Eingang helfen, Schmutz und Tauwasser abzufangen. Weiße Streusalzflecken sollten möglichst sofort entfernt werden. Auch Stühle und Kleinmöbel, die häufig bewegt werden, sollten kontrolliert und mit geeigneten Filzgleitern ausgestattet werden.
Frage: Haben Sie für den Winter noch Parkett-Pflegemittel im Haus? Tipp zum Nachkauf jederzeit bei Parkett Kessel in Zella-Mehlis möglich, egal ob für versiegeltes oder geöltes Parkett.
sämtliche Außenbereiche auf Schnee & Eisglätte vorbereiten
Der Winter bringt neben Kälte und Schnee auch Dunkelheit und Glätte mit sich. Prüfen Sie deshalb die Außenbeleuchtung rund ums Eigenheim und bereiten Sie sich auf Räum und Streu Arbeiten vor.
Sinnvolle Winterausrüstung:
- Schneeschaufel
- Streusalz
- Eisstößel bzw. Eiskratzer
- Splitt
- Abdeckplane für das Auto
- gegebenenfalls Schneefräse
- gegebenenfalls Schneeketten
- Dachschneeräumer
- Schneebesen
- Kinderschneeschieber
- Klein-Streuer
- Abdeckhauben
Als Alternativen zum Streusalz können Sie auch Holzspäne, Kies, Asche, Sand, kantige grobe Streukörner oder Tannenzweige verwenden.
Vom Eigenheim geht es jetzt nach draußen: Die Terrasse gehört zum Haus und verdient im Winter denselben sorgfältigen Blick. Gerade bei Holz, Pflanzgefäßen und Gartenmöbeln zahlt sich rechtzeitige Vorbereitung zeitlich aus.
Terrasse winterfest machen: 6 Tipps für Möbel, Pflanzen & Terrassendielen
Die Terrassenzeit an die sie sich in den letzten Monaten gewöhnt hatten, endet nicht von heute auf Morgen.
Auch im Winter kann Ihre Terrasse ein schöner Teil des Hauses bleiben. Entscheidend ist, sie rechtzeitig auf Frost, Feuchtigkeit und die kommenden Wintermonate entsprechend gut vorzubereiten.
Sonnenschutz, Deko und Zubehör abbauen
Sonnensegel, Lampions, Windspiele, Kerzen und die Sommerdekoration sollten abgebaut und trocken eingelagert werden. Vor dem Verstauen alles gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen. Essensreste und Getränke gehören ebenfalls von der Terrasse bzw. aus dem Lagerbereich entfernt. Das zieht nur Nager bzw. Ungeziefer an.
Gartenmöbel richtig einlagern
Gartenmöbel sollten vor dem Winter gereinigt werden. Holzmöbel können zusätzlich mit geeignetem Pflegeöl behandelt werden. Ideal ist eine trockene, frostfreie und gut belüftete Lagerung. Polster und Auflagen sollten geschützt und trocken aufbewahrt werden, damit Schimmel- und Stockflecken möglichst vermieden werden.
Pflanzgefäße und Kübel schützen
Gefäße aus Ton, Terrakotta oder Keramik können frostempfindlich sein. Sie sollten deshalb vollständig geleert und frostfrei eingelagert bzw. kopfüber aufgestellt werden. Auch Holzgefäße benötigen einen geeigneten Schutz bzw. eine passende Pflege.
Pflanzen und Balkonkästen vor Frost schützen
Kübelpflanzen und Balkonkästen können mit Gartenvlies, Jute oder Noppenfolie geschützt werden. Winterharte Pflanzen können möglichst nah an die Hauswand gestellt werden. Behalten Sie außerdem Schneelasten bzw. Schneebretter im Blick, damit Pflanzen und Äste nicht unnötig über den Winter belastet oder gar zerstört werden.
Terrassendielen und Holzböden pflegen
Holzterrassen sind im Winter Feuchtigkeit, Frost und weiteren Witterungseinflüssen ausgesetzt. Eine passende Pflege, beispielsweise durch erneutes Ölen oder Imprägnieren, kann das Holz unterstützen.
Die erneute Ölung oder Imprägnierung schützt das Holz vor weiteren Schäden wie:
- Wasseraufnahme
- Rissen
- Verfärbungen
- Frostschäden
Ob Eiche, Lärche oder Robinie gut gepflegte Holzdielen bleiben deutlich länger schön und formstabil. Übrigens auch WPC-Terrassendielen sollten gereinigt und auf Verschmutzungen oder Algenbeläge geprüft werden.
Winterliche Stimmung auf der Terrasse schaffen
Auch im Winter darf die Terrasse mit Familie & Freunden genutzt werden. Dekorieren Sie sie mit Lichterketten, Solarleuchten, Tannenzweigen, Winterpflanzen, Vogelhäuser oder eine Feuerschale und sorgen Sie so für eine gemeinsame gemütliche Atmosphäre. So bleibt die Terrasse auch in der kalten Jahreszeit ein angenehmer Rückzugsort für alle.
Haus und Terrasse gemeinsam winterfest machen
Der beste Zeitpunkt für den Wintercheck ist, bevor Frost, Schnee und längere Kälteperioden einsetzen. Wer das Eigenheim einmal rundum betrachtet, entdeckt häufig kleine Punkte, die sich jetzt noch unkompliziert erledigen lassen.
Dach, Fassade, Fenster, Türen, Heizung, Holzböden und Terrasse gehören dabei zusammen; sie bilden den Außen- und Innenbereich, der im Winter besonders gefordert ist.
Wintercheck jetzt machen: im Winter entspannter sein
Mit etwas Vorbereitungsarbeit lässt sich der Winter deutlich entspannter genießen. Ein guter Wintercheck schützt nicht nur vor unnötiger Arbeit im Frühjahr er hilft auch dabei, kleine Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, bevor daraus größere Aufgaben werden.
Sie möchten Holz, Parkett oder Ihre Terrasse fachgerecht durch die Jahreszeiten bringen?
Als Meisterfachbetrieb im Parkettleger Handwerk verbinden wir seit Jahrzehnten Erfahrung mit Holz, Parkett, Böden und individuellem Innenausbau. Wenn bei Ihnen Fragen zu Parkett, Holzböden oder Holzoberflächen rund ums Haus auftauchen, sprechen Sie uns gerne an. Wir schauen gemeinsam, welche Pflege, Reparatur oder fachgerechte Lösung zu Ihrem Boden und Ihrem Zuhause passt.
Jetzt Wintercheck Eigenheim machen und mit einem guten Gefühl durch die kalte Jahreszeit gehen.
Hier Checkliste als PDF herunterladen: Checkliste Wintercheck Eigenheim Terrasse 2026
Mini-Glossar: wichtige Begriffe zu Terrasse winterfest machen
Terrassendielen
Terrassendielen sind die sichtbare Oberfläche einer Terrasse. Sie bestehen meist aus Holz, WPC oder Verbundmaterialien und sind dauerhaft allen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Besonders vor dem Winter sollten sie gereinigt und gepflegt werden.
WPC-Dielen
WPC steht für „Wood Plastic Composite“. Das Material besteht aus Holzfasern und Kunststoff. WPC-Terrassen gelten als pflegeleicht, da sie weniger anfällig für Feuchtigkeit, Frost und Verformungen sind als reine Holz-Dielen.
Holzterrasse
Eine Holzterrasse besteht aus natürlichen Hölzern wie Lärche, Douglasie oder Bangkirai. Holz reagiert auf Feuchtigkeit sowie Temperaturunterschiede, weshalb regelmäßige Pflege wie Ölen und imprägnieren besonders wichtig ist.
Imprägnierung
Eine Imprägnierung schützt Holz vor eindringender Feuchtigkeit. Sie reduziert Frostschäden, Risse und Verfärbungen und verlängert die Lebensdauer der Terrassendielen.
Schüsselung
Als Schüsselung bezeichnet man das Verformen von Holzdielen. Die Oberfläche wölbt sich durch Feuchtigkeit oder Trockenheit leicht nach Oben (konkav) oder Unten (konvex).
Frostschäden
Frostschäden entstehen, wenn Wasser in Ritzen oder ins Material direkt eindringt und gefriert. Dadurch können Holz, Stein oder Pflanzgefäße reißen oder aufbrechen.
Unterkonstruktion
Die Unterkonstruktion ist das tragende Gerüst unter den Terrassendielen. Sie sorgt für Stabilität und muss ebenfalls auf Feuchtigkeit und Schäden sorgfältig geprüft werden.
Algen- und Moosbildung
Durch Feuchtigkeit und Schatten können sich Algen oder Moos auf Terrassen bilden. Diese machen Oberflächen rutschig und sollten vor dem Winter entfernt werden.
Terrassen Öl
Spezielle Holzöle schützen die Oberfläche vor Austrocknung, UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Winterpflege von Holzterrassen.
Pflanzkübel frostfest machen
Viele Pflanzgefäße aus Ton oder Keramik sind nicht frostsicher. Sie sollten entleert oder frostfrei gelagert werden, um Risse im Winter zu vermeiden.
FAQ – häufige Fragen zu Wintercheck am Eigenheim
Wann sollte man den Wintercheck Eigenheim machen?
Am besten bevor die ersten längeren Frost- und Schneeperioden einsetzen, das kann regional sehr verschieden sein. So bleibt Zeit, kleinere Auffälligkeiten am Haus, Terrasse, Fenstern, Türen oder Außenbereich noch rechtzeitig zu erledigen.
Wie mache ich eine Holzterrasse winterfest?
Terrassendielen sollten gereinigt und je nach Holz und Oberflächenzustand passend mit Öl oder Imprägnierung gepflegt werden. Gartenmöbel, Polster und empfindliche Gegenstände werden geschützt bzw. trocken eingelagert; Pflanzgefäße und frostempfindliche Pflanzen benötigen ebenfalls Aufmerksamkeit.
Was sollte im Winter an der Terrasse kontrolliert werden?
Neben Terrassendielen und Möbeln sind insbesondere Pflanzgefäße, Pflanzen, Dekoration, Außenbeleuchtung und mögliche Feuchtigkeits- oder Algenbeläge interessant. Auch der Übergang zum Haus sollte in den Gesamtcheck einbezogen werden.
Wie schützt man Parkett im Winter vor Streusalz und Feuchtigkeit?
Eine große Sauberlaufzone am Eingang und eine Schuhschale für Tauwasser helfen, Schmutz und Feuchtigkeit abzufangen. Weiße Streusalzflecken sollten möglichst zeitnah entfernt werden. Zusätzlich lohnt sich die Kontrolle der Filzgleiter an häufig bewegten Möbeln.





