Die klassischen Schlafräume gelten auch als Individualräume. Sie sind einerseits unser Rückzugsort und gleichzeitig kleine Oasen für erholsamen Schlaf. Jedoch Schlafräume verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit. Doch welche Kennzahlen und Empfehlungen zur Raumgestaltung sollten Sie für Ihr neues Schlafzimmer beachten?
Wohl jeder kennt diese Eselsbrücke: ‚Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf. Im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen‘. Damit Ihr Schlafbereich abends so kühl wie möglich ist, sollte das Schlafzimmer in Richtung Osten liegen, damit es kühl bleiben kann.
Die baulichen Anforderungen zur Einrichtung
Achten Sie ganz bewusst auf eine störungsfreie sowie kurze Verbindung zwischen Badezimmer und Schlafräume. Laut DIN 18040-2 werden mindestens 18 Quadratmeter Grundfläche empfohlen. Diejenigen von Ihnen, die in einer Dachgeschosswohnung zuhause sind, wissen dass die Grundfläche durch die Dachschrägen viel kleiner und damit nur eingeschränkt nutzbar ist.
Gerade hier sollte sehr genau überlegt werden, wie der verfügbare Platz optimal ausgenutzt werden kann. Zum Beispiel durch den Einbau von Schränken in den Nischen oder unter den Dachschrägen. Hier empfehlen sich entweder ausgedehnte Bummel durch verschiedene Möbelhäuser, um die richtige Möbelhöhe und -tiefe heraus zu finden oder eine auf Sie zugeschnittene Sonderanfertigung der Schränke durch einen erfahrenen Möbeltischler vor Ort.
Als Standfläche für ein Doppelbett sollten Sie eine Fläche von 200 x 205 cm annehmen. Apropos Fläche; Schlafzimmerschränke sind in der Regel 60 cm tief und bieten dadurch viel Platz für Kleidung, (Bett-) Wäsche und Accessoires. Platzsparend heißt ggf. auch ausmessen ob mit sog. Eckschränken mehr Platz zum Verstauen von Kleidung, Decken usw. mehr Stauraum gewonnen werden kann. Die Verkehrsflächen für unsere Bewegungsabläufe sind im Schlafzimmer eher gering. Als minimale Bewegungsfläche zum Bettenmachen bzw. Ankleiden ist eine Breite von 70 cm nur erforderlich.
Denken Sie dabei auch in die Höhe, Breite und Tiefe des Raums, um optimale Ergebnisse für sich zu finden.
Frage: Welche Bodenbeläge sind in Schlafräumen empfehlenswert?
Als Bodenbelag eignen sich eher harte glatte Fußböden, die leicht zu reinigen sind. Denken Sie bei Bedarf vom Pflegebett an einfache Reinigungsmöglichkeiten oder ans Betten machen was Staub aufwirbelt sowie normale Flusen, die einfach mit einem Staubmopp oder Staubsauger entfernt werden. Bei Hartbelägen wie Laminat, Kork, Parkett, Holzdielen oder Designböden werden zugleich Hausstaubmilben (die sich in textilen Bodenbelägen wohlfühlen) sowie mögliche Allergien auf Textilfasern eingedämmt.
Wir als Verlegebetrieb empfehlen Ihnen hierzu einen Besuch in unserem Bodenstudio um sich verschiedene Möglichkeiten an harten Bodenbelägen Live anzusehen. Meist stehen hier verschiedene Farbtöne an Holzarten von Hell bis ganz Dunkel zur Verfügung.
Je nach eigenen Vorlieben kommt entweder ein feines Korkmuster als Barfußboden oder eine natürliche Massivholzdiele in Deutschland produziert oder ein hygienischer Laminatboden, ebenso wie ein Designboden frei von Weichmachern (Made in Germany) in Betracht.
Wir zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten an Belagsarten, auch ein farbenfrohes Linoleum ist durchaus möglich. Der Markt ist da sehr breit aufgestellt, letztendlich auch wieder eine Preisfrage wobei ein Boden nicht unter 10-15 Jahre im Schlafraum gewechselt wird.
Was wirkt im Schlafraum perfekt oder was sollte vermieden werden?
Betrachten Sie den Raum zunächst neutral: wirkt er sehr schmal oder eher niedrig? Arbeiten Sie entsprechend bei den Wänden mit Längs- oder Quermustern, jedoch nicht zu üppig und schon gar nicht unruhig. Setzen Sie die Wandfarbe von der Deckenfarbe in sich ab. Ziehen Sie ggf. einen entsprechenden Rand auf der Wand, um ggf. eine Länge zu brechen.
Suchen Sie sich einen Uni-Ton möglichst als kühle Farbe und hell, sprich „Pastell“ und dazu dann einen zweiten etwas dunkler gehaltenen Ton. Vermeiden Sie riesengroße unruhige Muster in Flächen!
Arbeiten Sie mehr mit ruhigen Elementen, achten Sie egal ob Boden, Wand oder Decke mit unschädlichen und für den Innenbereich geeigneten Möbeln, Farb-Anstrichen, Tapeten und Bodenbelägen. Sollten Sie sich für Teppichboden oder einen anderen textilen Belag entscheiden, achten Sie auch dabei auf die Qualitätsmerkmale der Ware. Vermeiden Sie großflächige Ausdünstungen von Billigbelägen, die am Ende der Gesundheit schaden könnten.
Gerade beim Boden gilt: nicht zu kribbelbunte Muster und nicht gerade einen flauschigen Hoch-Floor auszuwählen. In den Schlafräumen gibt es durch das Aufschütteln der Betten immer Staub und Flusen und die setzen sich gerade in den Teppich Floor oben hinein. Dabei gilt; je höher der Floor umso schwerer gilt auch das Staubsaugen, somit bleibt der Boden mehr oder weniger staubig und kann bei Mensch und Tier zu Atemreizungen führen bis hin zu unschönen Allergien.
Wenn die Wohnung über keine Dachschrägen verfügt, können auch raumhohe Schränke zum Einsatz kommen, wodurch die verfügbaren Stellflächen bestens genutzt werden. In den oberen Fächern können Sachen, die nicht täglich benötigt werden, z.B. saisonal wechselnde Kleidung (Wintersachen), verstaut werden.
Fazit: Schlafräume benötigen Platz für einen großen Wäsche-Schrank, Betten, Nachttisch plus ggf. eine separate Ankleide. Planen Sie praktisch und einfach bis hin zu einer Traumoase zum Wohlfühlen für die Nächte. Vorteilhaft ist, wenn mindestens eine Drei-Meter-Wand zur Verfügung steht, wo Sie ausreichend Stellflächen haben.
Sie wissen, dass Schlafräume der sog. „Ruhepol“ in Ihrem persönlichen Wohnbereich sind. Lärm und Krach sowie extreme Sonneneinstrahlung über Stunden sollten stets vermieden werden. Vermeiden Sie auch ein unnatürliches Chaos im Schlafzimmer und falls bei Ihnen notwendig planen Sie Platz mit ein für das Kinderbett, Rollator oder Rollstuhl mit entsprechender Bewegungsfreiheit rund um die Betten und Schränke.
Mit unserer Checkliste helfen wir Ihnen gern weiter, um den Raum effizient und günstig auszugestalten.
Laden Sie sich hier die PDF kostenlos herunter: Die Schlafzimmer-Planungs-Checkliste
Praxis-Tipps & Trends für Schlafzimmer
Neben diesen „harten“ Tipps zur optimalen Raumgestaltung können Sie ihre Schlafräume noch wohnlicher gestalten, wenn Sie dunkel gelegene Räume mit frischen, leuchtenden und hellen Farben streichen oder tapezieren. Nach Feng-Shui sorgen hier helle Erdfarben und zarte Gelb Töne für einen guten Start in einen neuen Tag. Diese Farben machen wach und können Ihnen beim Aufstehen helfen.
Die Betten
Auch ein Bett in der richtigen Höhe lässt Sie noch besser entspannen. Richtige Höhe wäre in etwa ihre Kniekehle. In aller Munde sind die sog. Boxspring-Betten! Doch mal ehrlich; sie werden immer Verkäufer finden, die Ihnen dazu raten, andere wiederum völlig davon abraten. Hier kommt es zum einen auf den Platzbedarf an, zum anderen Wer darin schläft und ob ggf. eine Vorerkrankung der Wirbelsäule bei Ihnen vorliegt. Machen Sie im Geschäft ganz einfach eine Sitz-Liege-Probe und ermitteln Sie so, welches Bett optimal zu Ihrer Körpergröße bzw. dem Körper passt.
Liegen Sie gut
Zusätzlich fördert eine gute Matratze Ihren Schlaf und führt dazu, dass Sie sich fitter und ausgeschlafener am Morgen fühlen. Fragen Sie im Fachgeschäft nach, ob Sie die Matratzen über Nacht in Ihrem Zuhause „Probe“ liegen dürfen. So können Sie ganz sicher sein, dass Sie die richtige Wahl treffen. Mittlerweile wird sogar Online das Probe-Liegen auch angeboten, für den Fall Sie liegen nicht gut, haben Sie so die Möglichkeit zur Rücksendung.
Wussten Sie das alle zehn Jahre eine Matratze ausgewechselt werden soll! Ebenso sollten Sie, wenn es eine Wendematratze ist, diese auch mind. zwei Mal im Jahr umdrehen. Der Matratzenmarkt ist einfach riesig geworden, die einen mögen es Fester die anderen Weicher. Noch wesentlicher sind hier wohl die Preisunterschiede, denn es gibt Kaltschaum ab ca. 199 Euro und dann moderne Fünf-Komfort-Zonen Matratzen aus Spezialstoffen die locker Eintausend Euro kosten, weil Sie extrem hochwertig hergestellt werden.
Noch ein Tipp bei Ehepartnern; hier wird empfohlen für Frau und Mann getrennte somit zwei Matratzen im Bett einzusetzen.
Bitte vergessen Sie nicht: Es ist Ihre Investition für mindestens 10 Jahre, plus Garantie!
Pflanzenwelt
Sie mögen Pflanzen, warum nicht denn Sie liefern uns jede Menge Sauerstoff im Raum. Gegen eine große Palme ist gewiss nichts einzuwenden, doch greifen Sie nicht zu viele üppige und auch nicht geruchsintensive Pflanzenarten auf, deren Blüten (z.B. ein Orangenbäumchen) extrem starken Geruch in Ihrer Blütezeit abgeben.
Es werde Licht
Die Beleuchtung ist auch ein entscheidender Faktor. Mehr Einfall von Tageslicht bedeutet der Raum wirkt insgesamt viel freundlicher. Je nach Raumgröße bietet sich entweder eine Deckenlampe an plus eine Stehlampe in verschiedenen Lumen Zahlen und oder zusätzlich zwei Nachttisch Lampen die ggf. auch direkt an der Wand befestigt sind, dies kommt immer auf den verfügbaren Platz an. Von Kerzen und Lichterketten ist aus Sicherheitsgründen eher abzuraten. Denken Sie auch an ausreichend Steckdosen, (ggf. Doppel-) egal ob für Lichtquellen, Staubsauger oder elektrische Geräte. Sie sollten problemlos überall auch in die Ecken kommen.
Möbelkauf
Achten Sie auch beim Möbel Kauf auf helle Farben. Eine Faustregel ist; Gemütlichkeit mit hellen Gestaltungsideen zu erreichen, verzichten Sie auch auf die sog. Stolperfallen wie kleine fliegende Teppiche die weg rutschen.
Verbannen Sie zu dem Schmutzwäsche, Wäscheständer, Unterbett-Kisten, Staubsauger und anderes aus Ihren Schlafräumen. All das stört Ihren wohlverdienten Schlaf, da es für zusätzliche Unruhe sorgt. Setzen Sie stattdessen auf warme Materialien, wie Hölzer und den Einsatz von praktischen Rollos, Vorhängen und/oder Gardinen. So sind Sie nicht nur vor neugierigen Blicken Ihrer Nachbarn geschützt, sie gestalten damit Ihre Schlafräume wohnlicher und schaffen die perfekte Oase der Ruhe und Entspannung.
Sie wollen sich die perfekte Atmosphäre schaffen? Dann erfahren Sie in unserem zweiten Blogbeitrag mehr: „Wohlfühloase Schlafzimmer: Die besten Farben & Tipps für den entspannten Schlaf „.
Die Schubladen Philosophie
Schrank ist nicht gleich Schrank! Wer seine Kleidung stapelt, kämpft oft mit dem ‚Turm-Chaos‘.
Unser Tipp: Ersetzen Sie tiefe Regalfächer durch Vollauszug-Schubladen. So haben Sie selbst in der hintersten Ecke des Schrankes alles sofort im Blick und müssen nie wieder Kleiderstapel umwerfen, um an das untere Shirt zu kommen.
Zusammenfassung – kurze 8 Punkte
- helle und frische Farbgestaltung
- Platz optimal nutzen und effiziente Flächen planen
- keine großen unruhigen Muster
- nördliche Ausrichtung des Zimmers
- Bett plus Matratze „Probeliegen“ baut Fehlkäufe vor
- Stauraum bei Schränken bestmöglich ausnutzen
- Ruhe durch disziplinierte Ordnung schaffen
- keine aufregenden großen Muster für Wand und Boden
Denken Sie so praktisch wie nur möglich, um wirklich jeden Zentimeter Platz im Raum auszunutzen.
Besser schlafen Dank Feng-Shui Methoden und die besten Reinigungs-Tipps für saubere Fußböden, sehen Sie liebe Leser in dem hier unten angefügten YouTube-Video im Original: „10 Feng-Shui-Tipps“.
Klicken Sie hier, um das Video zu laden. Bitte beachten Sie, dass beim Laden des Videos Daten an YouTube übermittelt werden.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Schlafzimmer einrichten
Wie groß sollte ein Schlafzimmer mindestens sein?
Die DIN-Norm 18040 empfiehlt eine Größe von mindestens 15 bis 18 Quadratmeter.
Welche Farben eignen sich am besten für einen erholsamen Schlaf?
Verschiedene Pastelltöne, Blau, Grün also natürliche oder auch Erdtöne sind geeignet.
Wie richte ich mein Bett nach Feng-Shui optimal aus?
Die Kopfseite in Richtung Norden mit Blick zur Tür und nicht direkt unter dem Fenster.
Wie oft sollte eine Matratze gewechselt werden?
Als Faustregel gilt alle 10 Jahre einen Austausch vorzunehmen.
Wie vermeide ich Elektro-Smog im Schlafzimmer?
Die Handys weg vom Kopfbereich und keine elektrischen Weckradios direkt am Bett.
Was tun bei kleinem Schlafzimmer mit Dachschrägen?
Vorzugsweise Einbauschränke nutzen, dann Schiebetüren statt Flügeltüren und die Höhe vom Raum, wenn möglich voll als Stauraum mit ausnutzen.



