seit 1991 bis Heute

Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990
Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990

DDR um 1974

Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990

Parkettleger Handwerk DDR und BRD:

Bereich DDR 1966 BRD ab 1990
Materialbeschaffung Kontingente & Wartezeiten freie Auswahl
Parkettarten begrenzte Sorten internationale Vielfalt
Maschinen einfache Technik moderne Maschinen
Kleber & Lacke eingeschränkt große Auswahl
Kundschaft staatlich geprägt Privatkunden & Gewerbe
Werbung kaum Marketing Internet & Werbung
Lieferzeiten oft schwierig schnelle Verfügbarkeit
Reparaturen viel Eigenbau Ersatzteile verfügbar
Arbeitsweise improvisieren notwendig spezialisierter
Sortiment begrenzt Parkett, Vinyl, Designbeläge, Kork
Kommunikation Telefon, Fax & Papier E-Mail & Online
Wettbewerb gering hoher Konkurrenzdruck
Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990

Im Wandel der Zeit ein direkter Vergleich von: DDR 1966 vs. BRD 1990

Kessel Betriebsstätten: 

Ohrdruf bis 1990:

  • 99885 Ohrdruf, Leninallee (Waldstraße bis 1990) Parkettleger Meister Achim Kessel

Zella-Mehlis ab 1990 bis heute:

  • 98544 Zella-Mehlis, Heinrich-Ehrhardt-Straße 25 – Parkett Kessel Meisterfachbetrieb für Parkett- & Fußbodentechnik

DDR 1966

  • DKW F8 Kombi
  • B1000 Kombi
  • Framo 0,75 Tonner

BRD 1990

  • Ford Transporter verschiedene Modelle

Jedes Fahrzeug hat seinen Dienst erwiesen und fuhr quer durchs Land mit Kessels.

DDR 1966

  • Mosaikparkett
  • Stabparkett
  • Neuwegerslebener Platte
  • Tannrodaer Platte
  • Hobeldielen
  • Stragula Belag

BRD 1990

  • Mosaikparkett
  • Stabparkett
  • Hochkantlamellen Parkett
  • Holzpflaster
  • Landhausdielen
  • Mehrschicht: 2-Schicht-/3-Schicht-Fertigparkett
  • Laminatböden
  • Korkböden
  • Designbeläge
  • Teppichböden
  • Vinyl
  • Nadelvlies

Alle Produkte in vielen Varianten finden Sie übrigens im:  Parkettbodenstudio Kessel in Zella-Mehlis.

DDR 1966

  • Sägewerk Gustav-Adolf-Schmidt Rentwertshausen
  • VEB Parkettfabrik Wittenhagen
  • VEB Möbel und Parkettwerk Worbis
  • VEB Parkettfabrik Neuwegersleben
  • VEB Parkettplatten Tannroda
  • Import Stabparkett aus Bulgarien

BRD 1990 – 

  • GUNREBEN
  • HARO
  • Reinlein
  • Pergo
  • JASO
  • Admonter
  • Bauwerk
  • OSMO
  • HOCO
  • Pallmann
  • Bona
  • MOSO
  • Hometrend
  • Tilo
  • Scheucher
  • HAFA
  • FEDI und weitere

DDR 1966

  • DICO
  • Witox
  • Chemisol

BRD 1990 –

  • Elastikkleber
  • Reaktionsharzklebstoff
  • Dispersionskleber
  • Feuchtigkeitssperren
  • Gießharze
  • Spachtel- und Ausgleichsmassen

Von der Verarbeitung und Zusammensetzung sowie in der Anwendung gab es dabei deutliche Unterschiede. Ebenso die Verpackungen, früher gab es 50 kg schwere Fässer, heute sind es oft Blechkannen oder Plastikeimer bzw. Schlauchbeutel.

DDR 1966

  • Heiß-Bohnerwachs
  • SH-Lack
  • Nitrolacke

BRD 1990

  • 1 K und 2 K Hydrolacke,
  • Kunstharz-Ölsiegel,
  • 2 K Öl-Wachssysteme,
  • Wasserlacke,
  • 1 K und 2 K Versiegelungssysteme,
  • Öko-Siegel,
  • Traffic-HD Lack

Deutliche Unterschiede ergeben sich in:

  • Verarbeitungszeit
  • Standzeit und Trocknungszeit
  • Geruch
  • Farbe

DDR 1966

  • Versiegelungsbürsten
  • Atemmasken
  • Feuchtemessgerät
  • Bandschleifmaschinen
  • Schleifpapier
  • Winkelpolierer

BRD 1990

  • hochwertige Walzenschleifmaschinen z.B. LÄGLER, Roll
  • hochwertige Absauggeräte
  • Staubsauger
  • Randschleifer
  • Eckenschleifer
  • Versiegelungsrollen
  • höherwertige Ausstattung im Maschinenpark
  • KRL-Messgerät

Früher waren Maschinen recht einfach von der Ausführung und heute ist das mehr die moderne High-Tech Welt. Allerdings kosten heute Maschinen durchaus auch ab 5.999 Euro je Stück.

DDR Fahrzeug

Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990

Statement der Firma Parkett Kessel Zella-Mehlis

Die authentische Familiengeschichte denn trotz aller Unterschiede zwischen DDR-Zeit und heutiger Marktwirtschaft ist eines bis heute gleich geblieben: die Leidenschaft für hochwertiges Parkett und ehrliches Handwerk. Genau diese Erfahrung aus zwei völlig unterschiedlichen Zeit-Epochen prägt Parkett Kessel bis heute.

Manchmal musste Kessel damals improvisieren, weil Material nicht einfach verfügbar war.

Die gesamte Firma Kessel blickt mit Stolz auf geschaffene Werte und bedankt sich beim Kundenkreis der sich über ganz Thüringen erstreckt ebenso wie bei den Mitarbeitern die all die Jahre mit geschaffen haben.

Besonders schön finden wir heute, dass wir über zwei Generationen hinweg erleben durften, wie sich das Handwerk verändert hat. Von einfachen Möglichkeiten in der DDR bis zur heutigen Vielfalt moderner Bodenbeläge war es ein langer Weg mit vielen Herausforderungen, aber auch vielen schönen Erinnerungen.

Und genau diese Erfahrungen aus beiden Zeiten prägen unsere Arbeit bis heute.

Kessel´s  Hinweis:

Das Titelbild im Beitrag zeigt noch die alte Fabrikhalle für Parkett zu DDR-Zeiten von Gustav Adolf Schmidt als Sägewerk und Parkettfabrik in Wernshausen. Diese steht heute leer und verfällt in sich.

An dem Standort Wernshausen wird seit vielen Jahren nichts mehr produziert. Der Eigentümer ist mittlerweile verstorben und die Erben hatten kein Interesse daran, die Firma wurde gelöscht.

Das tolle eigentlich war, die Fabrik lag direkt an der Bahnschiene und somit konnte nach Ost wie West das produzierte Parkett von der Fabrik direkt ausgeliefert werden. Produziert wurde die Tannrodaer Platten mit und ohne Rahmen, wie Mosaikparkett.


Viele Begriffe und Arbeitsweisen aus der DDR-Zeit sind heute kaum noch bekannt. Deshalb erklären wir einige typische Begriffe und Fragen rund um das damalige Handwerk kurz im Beitrag unten.

DDR Parkettboden

Parkett Kessel im Wandel der Zeit – von der DDR 1966 bis zur Marktwirtschaft ab 1990

Mini Glossar – DDR Handwerk

Kontingent

Materialien waren in der DDR oft nur begrenzt verfügbar und wurden über bestimmte Mengen oder Zuteilungen vergeben.

DDR-Mark und Pfennig

Die Währung der Deutschen Demokratischen Republik vor der Wiedervereinigung.

Planwirtschaft

Viele wirtschaftliche Abläufe wurden staatlich gesteuert und nicht durch freien Wettbewerb geregelt.

Parkettschleifmaschine

Frühere Maschinen arbeiteten deutlich einfacher und schwerer als moderne Geräte von heute.

Improvisation im Handwerk

In der DDR musste oft mit wenigen Mitteln gearbeitet werden. Reparieren und Eigenbau gehörten vielerorts zum Alltag.

FAQ – Fragen unserer Kunden

Nun viele Materialien waren nur begrenzt verfügbar. Deshalb musste häufig improvisiert und sehr wirtschaftlich gearbeitet werden.

Nicht immer. Manche Materialien wurden über Kontingente verteilt oder waren nur schwer erhältlich. Achim Kessel nutzte früher Beziehungen im Osten um an Material für Objekte zu gelangen.

Mit der Marktwirtschaft kamen deutlich mehr Materialien sowie moderne Maschinen hinzu und eine größere Produktvielfalt auf dem gesamten Boden Markt.

Viele Arbeiten wurden besonders langlebig und mit großer Sorgfalt ausgeführt. Reparieren statt Wegwerfen spielte eine größere Rolle.