Haben Sie Parkett im Bad oder haben Sie sich zu dem Thema überhaupt schon mal Gedanken gemacht? Oft hört man, ins Bad gehört kein Holz. Es liegt aber derzeit voll im Trend Holz im Badbereich. Immer mehr Bauherren fragen danach und suchen für sich nach individuellen Lösungen! Wir als Holzexperten geben Ihnen den Tipp, sich zu den besonderen Anforderungen an Bodenbelägen im Bad kostenfrei beraten zu lassen. Auch das darunter, also Ihr Untergrund (Boden) ist in alle Überlegungen einzubeziehen.
SPA Parkett im Bad – Für und wider
Normale Bäder gehören längst im Neubau der Vergangenheit an. Gerade beim Bad Umbau wird in Deutschland so viel Geld wie nie ausgegeben. Doppelte Waschtische, besondere Duschwannen, Toilettenbecken mit Heizung, Sitz-Badewannen oder Duschbecken es gibt so viel Sanitärkeramik zur Auswahl, dass einem die Wahl nicht mehr so leicht fällt. Oft muss man sehen ob sein vorgegebenes Budget am Ende noch reicht.
Wenn da nicht noch die berühmte Fliesenauswahl und der Fußboden anstehen würden. Alles in allem kommt es auf einige Faktoren an, wir benennen Ihnen 4 Fakten hier kurz:
4 praktische Fakten für Bäder
- Fenster vorhanden
- Größe des Raumes
- Unterboden
- Bauwerkabdichtung
Wir zeigen Ihnen auch kurz die Vor- und Nachteile von Parkett im Bad auf:
Vorteile
- Holz das natürlichste Material
- angenehme Fußwärme
- Wärme & Behaglichkeit zusammen auf einen Streich
Risiken
- stehendes Wasser z.B. Badewanne läuft über
- Schimmelgefahr, schlechte Rücktrocknung
- Feuchtigkeit – Holz quillt auf
- Wärmestau unter dicken Teppichen vermeiden
Falls Ihnen noch die Ideen fehlen, haben wir einige schöne Beispiele für Sie auf der Webseite Houzz gefunden, schauen Sie mal rein.
Bedenken Sie, ist in Ihrem zukünftigen Badezimmer kein Fenster oder nur eine reine Entlüftungsklappe vorhanden, bleibt sehr viel Raumluftfeuchte im Bad drin, was nicht gerade eine günstige Voraussetzung für Parkett im SPA Bereich darstellt. Ebenso müssen wir sagen, je kleiner das Bad um so weniger Sinn macht es hier Parkettboden zu verlegen. Rechnen Sie noch die Stellflächen für WC, Dusche/Badewanne ab, was bleibt am Ende von der Bodenfläche übrig? Weniger als 13 m² ist, eher kein Holzboden mehr zu empfehlen!
Beim Neubau dürfte generell ein Calcium-Sulfat-Estrich vorhanden sein, der ja optimal wäre. Bei Fußbodenheizung hingegen bleibt zu beachten, dass in gewissen Bereichen keine Heizschlangen verlegt werden dürfen. Das grenzt die Verlegung vom Holzboden ebenso mit ein. Hinzu kommt, dass in allen Nassräumen spezielle Vorschriften zur Bauwerksabdichtung gelten. Ein Nassraum ist unter anderem ein Bad bzw. Badezimmer in jedem Fall dann, wenn eine Dusche oder Badewanne darin vorhanden ist.
Diese strengen Regelungen sind im Regelwerk DIN 18534 fest verankert und gültig. Eine Prüfung von Abdichtungsstoffen im Verbund mit Bodenbelägen ist genauso wichtig wie die Holzarten, die Oberfläche und die Voraussetzung an das Produkt selber. So haben Sie auch bei wechselnder Feuchte im Badezimmer lange Freude an Ihrem neuen Boden! Wie Sie wissen, Holz schüsselt bekanntlich durch eindringende Nässe bzw. stehende Feuchtigkeit auf dem Boden.
Gehen Sie den Dingen immer auf den Grund, bevor Sie böse Überraschungen erleben müssen. Dieses Thema ist nicht in fünf Minuten vom Tisch. SPA Parkett ist zum heutigen Thema des modernen Bauens geworden, gerade im Hinblick auf Umwelt- und Klimagerecht bauen hält das Thema nachhaltiger Produkte immer weiter Vormarsch.
Es müssen nicht unbedingt zementäre Fliesen sein, hinterfragen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse an Ihr Wohlfühlbad! Der Trend geht dahin, auch die SPA Räume mit Holz zu beleben, selbst Holzbadewannen werden jetzt hergestellt und sind auf dem Markt. Was auch zum Thema passt, ist das Budget, was zur Verfügung steht, die generelle Nutzung des Raumes und welche Anforderungen Ihrerseits vorhanden sein müssen, denken Sie z.B. über Besonderheiten wie Rollstuhlgerecht, Ebenheiten oder Empore etc. nach.
Regelungen mit DIN 18534 Bauwerksabdichtung
Stets von Vorteil ist das Fenster im Bad, damit die feuchte Luft nicht in die Wohnung entweicht, sondern nach Draußen entweichen kann. Wurde geduscht oder gebadet, muss die feuchte Raumluft entschwinden können, damit wird auch Schimmelbildung verhindert und es kann ein Luftaustausch im Raum selbst erfolgen.
Was findet alles seinen Platz in Ihrem Badezimmer?
WC, Bidet, Badewanne, Duschwanne, Doppelwaschtisch, das zusätzliche Handwaschbecken, eine Infrarot-Saunakabine, die Waschmaschine. Bedenken Sie auch die entsprechende Raumfreiheit, damit das alles passend darin unterkommt. Sie brauchen den ausreichenden Platz dafür! Genauso gut könnten Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen Fliesen mit Holz zu verbinden, was auch Klasse aussieht. Holz trifft auf Stein oder umgekehrt.
Wir hatten schon ein paar SPA Projekte, wo bis heute keinerlei Schäden auftraten. Sind Sie noch unsicher, dann fragen Sie bei Fachfirmen vor Ort an. In einem Beispiel hatten wir Parkett der Holzart Merbau ins Bad verlegt, jedoch wunschgemäß des Kunden als Hochkant Lamellenparkett und den Parkettboden am Ende von der Oberfläche her mit einem Öl-Wachs-System endbehandelt. Das ist zum einen wasserabweisend zum anderen stabil gegen Bildung von Bakterien und somit resistent.
Übrigens unsere langjährige Erfahrung zeigt: Fragen Sie einen Fliesenleger rät dieser von Holzfußböden ab, liegt ja auch auf der Hand weswegen? Jeder Handwerker möchte seinen Kundenauftrag behalten und plädiert nicht zur Konkurrenz, deshalb fragen Sie jedes Gewerk speziell zum Einbauthema direkt selbst an!
Da Holzböden warm und sehr natürlich sind, entstehen ganz klar durch den Einsatz mit Holzwerkstoffen kleine Wohlfühloasen. Wir gestalten, sie fühlen sich wohl. Was wir auch schon eingebaut haben, war in einem Bad mit Fenster und Dusche, einen Bambus Parkettboden, da Bambus sehr hart und widerstandsfähig ist.
Parkett Kessel sagt: „Parkett im Bad, unter bestimmten Voraussetzungen: JA“. Wir verlegen in Ihrem Badezimmer auch einen passenden Holzboden, der Ihnen lange Freude bereiten wird. Wenn Sie so ein Vorhaben planen, rufen Sie uns an und wir besprechen vorab also vor Baustart gerne Ihre Gegebenheiten durch und suchen nach Lösungen für Sie.
Entscheiden Sie sich für diesen Trend und wollen Holz im Bad auf alle Fälle einbauen lassen, empfehlen wir vorab sich hier intensiv beraten zu lassen und die Möglichkeiten die es gibt, ausreichend zu erörtern. Schwerwiegende Fehler in SPA Bereichen und Nassräumen lassen sich leider meist nur mit größeren Aufwand hinterher wieder begradigen.
Aber jetzt keine Angst, es ist möglich und wurde auch gerade in Hotelbereichen oft umgesetzt. Allerdings sollten Sie hier wahre Fachfirmen einschalten!
Fazit: Holz im Bad ja, jedoch nicht komplett wartungsfrei! Eine gute regelmäßige Pflege ist wichtig ebenso wie sorgsamer Umgang generell mit Wasser in diesem Bereich. Sie schaffen sich selber damit eine angenehme, schöne und natürliche Bad-Oase zum Wohlfühlen – SPA gewinnt an Bedeutung durch viele Angebote wie Wellness, Beauty und mehr.
Übrigens, wenn Sie gerade ernsthaft darüber nachdenken Ihr Bad komplett umzubauen, lesen Sie gerne noch diesen Blog-Beitrag: 11 Aspekte der perfekten Badplanung.









