(das Fünfteilige Foto entstand bei einer unserer Wanderungen rundum die schöne Ohra-Talsperre bei Ohrdruf)
Zwischen uralten Bäumen beginnt eine Geschichte, die bis in Ihr Zuhause führt
Teil 1: Natur & Mensch im Thüringer Wald – Warum aus einem Baum ein Boden fürs Leben wird?
Jeder Parkettboden erzählt seine Geschichte. Unsere beginnt nicht in der Werkstatt, sondern zwischen den Bäumen des Thüringer Waldes.
Es gibt Orte, die berühren uns, ohne dass sie ein einziges Wort sprechen. Der Thüringer Wald gehört zweifellos dazu. Wer einmal früh am Morgen über einen schmalen Waldweg gegangen ist, wenn feiner Nebel zwischen den Baumstämmen schwebt und die ersten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel fallen, versteht sofort, warum sich Menschen seit Generationen mit der Natur verbunden fühlen.
Genau hier, im grünen Herzen Deutschlands, leben und arbeiten wir. Der Wald ist für uns keine Kulisse. Er gehört zu unserem Alltag. Seit Generationen begleitet uns der Werkstoff Holz – draußen in der Natur ebenso wie später in den Wohnräumen unserer Kunden.
Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl.
Man verlässt den hektischen Alltag, macht den ersten Schritt auf einen weichen Waldweg und plötzlich wird alles ruhiger. Das Rascheln der Blätter ersetzt den Verkehrslärm. Ein kleiner Bach sucht sich seinen Weg durchs Tal. Über Ihnen schaukeln die Kronen mächtiger Bäume im Wind, während irgendwo ein Specht unermüdlich an einem Stamm klopft.
Der Wald verlangt nichts von uns. Er schenkt einfach nur Ruhe.
Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt unzählige kleine Wunder. Moose überziehen Steine wie ein weicher Teppich. Farne entfalten ihre filigranen Blätter im Licht. Ameisen bauen beeindruckende Hügel, Efeu erklimmt jahrzehntealte Baumstämme und zwischen Heidelbeersträuchern summen Insekten geschäftig durch den Sommer.
Jeder Waldspaziergang erzählt eine neue Geschichte.
Manchmal führt der Weg vorbei an einer stillen Talsperre, deren Wasser die umliegenden Bäume wie ein Spiegel reflektiert. Dann wieder öffnet sich der Blick auf blühende Wiesen, leuchtenden Klatschmohn oder goldgelbe Rapsfelder. Es sind genau diese Gegensätze, die unsere Heimat so besonders machen.
Doch der eigentliche Schatz wächst oft direkt neben uns.
Ein Baum wirkt auf den ersten Blick selbstverständlich. Dabei ist jeder einzelne ein kleines Wunder der Natur. Jahr für Jahr bildet er neue Jahresringe. Seine Wurzeln verankern ihn tief im Boden, seine Krone spendet Schatten, filtert Staub aus der Luft und bietet unzähligen Tieren Schutz und Lebensraum.
Manche Fichten erreichen Höhen von nahezu fünfzig Metern. Rotbuchen wachsen zu eindrucksvollen Waldriesen heran, während mächtige Eichen oft mehrere hundert Jahre alt werden. Jeder Stamm trägt Spuren seines Lebens – trockene Sommer, schneereiche Winter, Stürme und sonnige Jahre.
Genau diese Jahresringe erzählen später ihre Geschichte im Holz. Wer einmal mit der Hand über die raue Rinde einer alten Eiche gestrichen hat, spürt sofort: Holz lebt. Es fühlt sich warm an. Es besitzt Struktur, Charakter und zeigt Ausstrahlung, die kein künstliches Material nachahmen kann.
Kessels sagen: „Vielleicht fasziniert uns Holz gerade deshalb seit so vielen Generationen.“
Natürlich verändert sich auch unser schöner Wald.
Trockenheit, Stürme und der Borkenkäfer haben vielerorts sichtbare Spuren hinterlassen. Wo früher dichte Nadelwälder standen, entstehen heute neue Mischwälder. Förster pflanzen bewusst unterschiedliche Baumarten, damit unsere Wälder widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel werden.
Viele engagierte Menschen übernehmen sogar Baumpatenschaften und helfen dabei, den Wald für kommende Generationen zu erhalten. Diese Entwicklung zeigt, wie eng Natur und Mensch miteinander verbunden sind. Wir nutzen den Wald – aber wir tragen auch Verantwortung für ihn.
Deshalb gehört zu jedem Familien Spaziergang auch gewisser Respekt. Wir bleiben auf den Wegen, hinterlassen keinen Müll und genießen die Natur so, dass auch andere sie morgen noch genauso erleben können. Denn der Wald ist kein Freizeitpark. Er ist Lebensraum, Klimaschützer und Rückzugsort zugleich für verschiedene Lebewesen.
Wenn Sie nach Ihrem nächsten Spaziergang den Duft des Waldes noch lange in der Nase tragen, dann geht es Ihnen vielleicht wie uns. Man beginnt, die Bäume mit anderen Augen zu sehen. Nicht nur als Teil unserer Landschaft, sondern als etwas „Wertvolles“, das uns seit Jahrhunderten begleitet.
Und genau an dieser Stelle beginnt in unserer Trilogie, eine zweite Geschichte.
Die Geschichte des Holzes.
Fortsetzung folgt…
Teil 2: Die Geschichte des Holzes – vom Baumstamm bis in Ihr Zuhause
Vor einem hochwertigen Parkettboden stand einmal ein Baum.
Ein Satz, den wir täglich vor Augen haben und der uns doch immer wieder staunen lässt. Denn wenn wir heute eine wunderschöne Landhausdiele betrachten, sehen wir nicht nur Holz. Wir sehen viele Jahrzehnte Natur.
Wir sehen den jungen Baum, der langsam dem Licht entgegenwuchs. Wir denken an trockene Sommer und schneereiche Winter, an Stürme, die seine Krone bewegten, und an unzählige Sonnenaufgänge, die er erlebt hat. Jeder Jahresring erzählt davon. Keine Maserung gleicht der anderen. Jeder Stamm ist ein echtes Unikat im Wald.
Vielleicht ist genau, dass der Grund, warum wir Holz niemals als gewöhnlichen Werkstoff betrachten konnten.
Holz lebt.
Es arbeitet mit dem Raumklima, fühlt sich angenehm warm an und besitzt eine Ausstrahlung, die Menschen seit Jahrhunderten fasziniert. Kein künstlich hergestellter Boden kann die Natürlichkeit einer gewachsenen Holzstruktur nachbilden.
Astbilder, feine Farbnuancen oder lebhafte Maserungen sind keine Fehler – sie sind einfach die Handschrift der Natur.
Wer durch den Thüringer Wald spaziert, erkennt diese Vielfalt bereits draußen zwischen den Bäumen. Dort stehen mächtige Eichen, elegante Buchen, schlanke Fichten, Kiefern, Ahorn, Eschen, Lärchen und viele weitere Baumarten. Jede besitzt ihre eigene Persönlichkeit und jede erzählt ihre eigene Geschichte.
In unserer kleinen Holzfibel finden sich allein achtzehn heimische Baumarten. Schaut man sie bewusst an, erkennt man erst, wie unterschiedlich unsere Wälder eigentlich sind. Manche Rinden wirken fast wie Kunstwerke, andere Blätter leuchten im Herbst in kräftigen Gold- und Rottönen. Und doch haben sie eines gemeinsam: Sie schenken uns einen der nachhaltigsten Werkstoffe, den die Natur hervorbringt.
Holz begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Häuser, Brücken, Möbel, Werkzeuge und Fußböden wurden daraus gefertigt. Viele historische Gebäude stehen noch heute auf Tragenden Holzkonstruktionen, die mehrere hundert Jahre alt sind. Das zeigt eindrucksvoll, wie langlebig Holz sein kann, wenn es sorgfältig verarbeitet und gepflegt wird.
Auch unsere Familiengeschichte ist eng mit diesem wunderbaren Werkstoff verbunden.
Bei der Recherche über unsere eigene Geschichte stießen wir auf unseren Vorfahren Luzian Kessel, der hier in der Schneidmühle von Oberzella als Dielenschneider bekannt war. Als wir seinen Namen zum ersten Mal lasen, entstand sofort ein Bild vor unserem inneren Auge.
Vielleicht stand auch er oft vor einem mächtigen Baumstamm und betrachtete aufmerksam dessen Maserung. Vielleicht überlegte er schon damals, welche Bretter oder Dielen daraus entstehen könnten. Sicher ist nur eines: schon damals brauchte es Erfahrung, handwerkliches Können und einen respektvollen Umgang mit dem kostbaren Rohstoff Holz.
Dieser Gedanke verbindet also mehrere Generationen.
Damals wie heute beginnt jedes gute Handwerk mit dem Blick für das Material.
Auch deshalb begeistert uns die Landhausdiele bis heute ganz besonders. Für ihre Herstellung wird ein möglichst großer Teil des Stammes genutzt. Die natürliche Zeichnung des Holzes bleibt erhalten und macht jede Diele einzigartig. Kein Wohnzimmer gleicht später dem anderen, weil die Natur niemals dieselbe Maserung zweimal erschafft.
Aber nicht nur raumlange Dielen ebenso der krönende Wandabschluss – die Holzsockelleisten – werden aus der sog. Einblattdiele, dem Stamm hergestellt.
Genau das lieben viele unserer Kunden.
Sie wünschen sich keinen Boden von der Stange, sondern ein Stück Natur, das sie jeden Tag begleitet.
Holz kann aber noch viel mehr.
Während seines Wachstums nimmt ein Baum Kohlendioxid aus unserer Atmosphäre auf und speichert den darin enthaltenen Kohlenstoff dauerhaft im Holz. Wird dieses Holz anschließend zu einem Parkettboden verarbeitet, bleibt der Kohlenstoff weiterhin gebunden, oftmals über viele Jahrzehnte hinweg.
Ein Holzboden ist deshalb weit mehr als ein schöner Bodenbelag. Er ist gleichzeitig ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz.
Für uns ist das ein wunderbarer Gedanke – sagt Pia Kessel-Würtenberger.
Der Baum, der einst im Wald stand und Sauerstoff produzierte, begleitet heute eine Familie im Alltag weiter. Kinder machen ihre ersten Schritte auf ihm. Vielleicht spielt dort später der Hund, werden Geburtstage gefeiert oder Weihnachten gemeinsam verbracht.
Holz wird Teil eines Zuhauses und sammelt Erinnerungen, genau wie zuvor im Wald seine Jahresringe entstanden sind.
Wenn wir Parkett verlegen, denken wir deshalb nie nur an die Anzahl von Quadratmeter Fläche.
Wir denken an Menschen.
An Wohnräume, in denen gelacht wird.
An Familien, die viele Jahre Freude an ihrem Boden haben möchten.
An Häuser, in denen sich Wärme nicht nur über die Heizung definiert, sondern auch über das Gefühl, barfuß über echtes Holz zu laufen.
Seit 1966 dürfen wir als Familienbetrieb mit diesem außergewöhnlichen Naturprodukt arbeiten. Dafür empfinden wir große Dankbarkeit. Jeder neue Boden erinnert uns daran, dass seine Geschichte nicht in unserer Werkstatt begonnen hat, sondern viele Jahrzehnte früher – irgendwo draußen im Thüringer Wald.
Vielleicht sehen auch Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang die Bäume mit etwas anderen Augen.
Bleiben Sie doch einmal stehen.
Schauen Sie nach oben bis in die hohe Baumkrone.
Legen Sie Ihre Hände an den Stamm.
Betrachten Sie die Rinde, die feinen Strukturen und die Kraft, die dieser Baum ausstrahlt.
Vielleicht spüren Sie dann genau das, was uns seit Generationen begleitet.
Dass Holz weit mehr ist als nur ein Rohstoff.
Es ist ein Geschenk der Mutter Natur.
Und manchmal endet seine Geschichte nicht im Wald.
Manchmal beginnt dort erst ein neues Kapitel!
Vielleicht sogar bei Ihnen zuhause als Parkettboden, auf dem Kinder laufen lernen, Generationen zusammenkommen und Erinnerungen wachsen dürfen.
Genau deshalb lieben wir alles aus Holz.
Und auch deshalb lieben wir unseren Beruf und unser Arbeitsumfeld.
Heimat. Handwerk. Holz.
Möglicherweise beginnt Ihr nächster Parkettboden nicht in unserem Parkettstudio.
Vielleicht beginnt er bei Ihrem nächsten Spaziergang durch den herrlichen Thüringer Wald mit all seinen schönen Facetten und das zu jeder Jahreszeit.
Bleiben Sie dran…
Teil 3: Wenn Bäume sprechen könnten: viele Fragen, die uns der Wald ganz leise beantwortet
Haben Sie schon einmal mitten im Wald gestanden und sich gefragt, warum Sie sich dort plötzlich so wohlfühlen?
Warum ein Spaziergang zwischen hohen Bäumen den Kopf freimacht, während der Alltag für einen Moment ganz weit weg scheint?
Vielleicht liegt es daran, dass der Wald keine Eile kennt, nur Ruhe.
Ein Baum wächst nicht über Nacht. Er nimmt sich Zeit. Oft Jahrzehnte. Manchmal sogar Jahrhunderte. Und genau deshalb erzählt jeder Baum seine ganz eigene Geschichte.
Wer aufmerksam durch den Thüringer Wald geht, entdeckt überall kleine Antworten auf große Fragen.
Am Wegesrand für Sie entdeckt!
Kommen Sie, wir gehen ein Stück zusammen – sagt Parkett Kessel aus Zella-Mehlis zu Ihnen liebe Leser gerade.
Wer im Thüringer Wald lebt, nimmt vieles irgendwann als selbstverständlich wahr. Das Rauschen der Wälder, das klare Wasser der Bäche, die weiten Ausblicke von den Höhenzügen oder den Duft des Waldes nach einem Sommerregen.
Erst wenn Besucher stehen bleiben und staunend ihre Kamera zücken, wird einem bewusst, welch besonderes Stück Heimat uns selbst jeden Tag umgibt.
Und wir schaffen den Boden, auf dem Erinnerungen sowie schöne Momente entstehen.
Der Thüringer Wald ist viel mehr als nur Wald
Hier leben unter anderem viele:
🦌 Rothirsche
🦊 Füchse
🐗 Wildschweine
🦉 Uhus
🦅 Schwarzstörche
🐿️ Eichhörnchen
🪶 Schwarzspechte
🦇 zahlreiche Fledermausarten
Wer aufmerksam und leise unterwegs ist, entdeckt oft mehr Tiere, als er zunächst vermutet.
Wussten Sie eigentlich?
… diese Dinge in unserer schönen Heimat – der Thüringer Wald.
💦 Der Trusetaler Wasserfall
Er gehört zu den bekanntesten Naturzielen im Thüringer Wald. Das Wasser stürzt, je nach Messweise und Wasserführung, rund 58 Meter über mehrere Kaskaden in die Tiefe. Über 228 Stufen können Besucher bis zum Aussichtspunkt hinaufsteigen und den Wasserfall aus nächster Nähe erleben. Das Besondere: Er wurde bereits 1865 künstlich angelegt und fügt sich dennoch harmonisch in die Landschaft ein. Wir haben auch schon einen Familienausflug dorthin unternommen und die Treppen erklungen, von Oben hat man eine herrliche Sicht rundum.
💧 Glasklares Wasser aus dem Thüringer Wald
Die Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH nutzt Mineralwasser aus den Tiefen des Thüringer Waldes. Es wird auf natürliche Weise über viele Jahre durch verschiedene Gesteinsschichten gefiltert und erhält dadurch seine besondere Reinheit sowie Mineralisierung. Wer durch den Thüringer Wald wandert, begegnet vielerorts Quellen und Bächen – sie gehören zu den großen Schätzen unserer Heimat.
🌊 Die Ohra-Talsperre
Sie zählt zu den wichtigsten Trinkwassertalsperren Thüringens. Sie fasst rund 18 Millionen Kubikmeter Wasser und versorgt mehr als 400.000 Menschen in Mittelthüringen mit hochwertigem Trinkwasser. Gleichzeitig gehört sie zu den schönsten Wanderzielen am Nordrand des Thüringer Waldes. Es führt ein sehr schöner Wanderweg drum herum, an einem Sonntag benötigten wir knapp 4,5 Stunden zum umlaufen. Was Sie da sehen, liebe Leser – ist echt beeindruckend an Natur.






